Plastens Hus

Nordens enda plastmuséum. Vi berättar om plastens utveckling

Carl Wendt, bokskog och fiskodling.

Epoche 1

Buchenwald und Fischzucht sind der Kern der chemisch-technischen Entwicklung

Am Anfang der 1860er Jahre kauft der aus Deutschland eingewanderte Carl Wendt das Gut Gustafsborg mit seinem Wald, seinen Weiden und Ackern. Carl Wendt ist ein Neudenker und lässt die vom Wasser verseuchten Gebiete aufdämmen um dort Fischzucht zu betreiben. Anstatt das Buchenholz zu Pottasche zu verarbeiten begann Wendt mit Waldwirtschaft und Holzverkauf.

Sein ältester Sohn Wilhelm bildet sich zum Chemieingenieur an der technischen Hochschule in Stockholm aus. Nach seinem Studium unternimmt er eine Studienreise in Deutschland und Frankreich. Dort lernt er wie man Buchenholz in verschiedene chemische Produkte veredeln kann.
Gustafsborgs Säteri och Wilhelm Wendt.

Skånska Ättikfabriken

1881 gründet Wilhelm Wendt das Unternehmen STENSMÖLLA KEMISKA TEKNISKA INDUSTRI und baut eine Kochanlage zur Herstellung von Essigsäure, Teer, Holzkohle und Holzspiritus. PERSTORPS ÄTTIKA, die Essigsäure für den Haushalt, kann schnell großen Erfolg verzeichnen. Gleichzeitig verkauft der Vater Karpfen und Holz und lässt diese in Eisenbahnwaggons auf der neu gelegten Eisenbahnlinie transportieren.

 

Arbetare vid fabriken.

 

1886 nimmt das Unternehmen den Namen SKÅNSKA ÄTTIKFABRIKEN (schonische Essigfabrik) an. Sechzehn Personen arbeiten mit Holzkohle und Essigsäure. Dauernd wird die Herstellung weiterentwickelt. 1894 wird eine Anlage für Holzkohle und später eine Destillierungsanlage gebaut, die Holzspiritus (Methanol), nicht zur Verzehrung geeigneter Spiritus, technisches Aceton und Acetonersatz. Als der Vater 1895 stirbt, erbt Wilhelm Wendt das Gut. Nun kann er über die großen Buchenwälder frei verfügen und es wird immer mehr ersichtlich, dass Wilhelm die Entrepreneurseigenschaften und Tatkraft seines Vaters geerbt hat. Nun wird der Grund für viele der Produkte gelegt, die während des größten Teils des 20sten Jahrhunderts das Markenzeichen Perstorp tragen werden – Formalin, Bindemittel, Duroplast, Formprodukte und Laminat.

 

Kolare, fabriken och Das Gupta.

Isolit

Das Unternehmen stellt den jungen indischen Chemisten Innandera Das Gupta ein. Seine Experimente führen 1918 zum ersten Kunststoffmaterial (Polymen) in Skandinavien. Dieses ersetzt den Schellack och wird nach seinem Erfinder Indolack genannt. Einige Jahre später mischt man Indolack und verschiedene Bestandteile des Teers und der harte Kunststoff ISOLIT ist ein Faktum. Dieser vielseitige Kunststoff gleicht dem Bakelit, der bereits in den USA entwickelt worden ist. Das erste Kunststoffprodukt in Perstorp ist ein elektrischer Kippschaltergriff.

 

Ättikfabriken, glasbruket och formalintappning.

 

Der erste Weltkrieg gab Perstorp eine gute Konjunktur. Jetzt baute man eine Glasfabrik zur Herstellung eigener Essigflaschen. Später stellte man hier auch Lampenteile in Glas für England und Haushaltsglas für Schweden her. 1917 wurde das Sägewerk mit einer Möbel-fabrik ausgebaut und das Unternehmen beginnt nun auch elegante Möbel, Radiogehäuse und Buchenholzparkett zu produzieren.

Technische und dekorative Laminate

Ab 1923 werden Phenolhartze in den neuen Produkten TECHNISCHE UND DEKORATIVE LAMINATE verwendet. Am Anfang dienen diese Laminate der Elektro- und Radioindustrie, aber bald werden daraus auch starke und verschleißarme Tischplatten für Tische in Cafés, für Teewagen und die Fenstertische in den Eisenbahnwagen der staatlichen schwedischen Eisenbahn (SJ) hergestellt. Aber alles dies kann nur in dunklen Farben hergestellt werden, weil die Phenolhartze, womit das Papier imprägniert wird, schwarz sind.

 

Demonstrationståg.

Der Konflikt am Januar 1924

Die Arbeitsverhältnisse sind miserabel und Wilhelm Wendt steuert das Unternehmen mit eiserner Hand. 1918 wird eine Gewerkschaft gegründet. Mehrmals wird gestreikt und am 1. Januar 1924 beginnt ein Konflikt, der sich über neun Monate hinstreckte. In dieser Lage ist die ökonomische Situation des Unternehmens sehr schlecht. Alle Gelder sind in Fabriken, Experimente und Werbung investiert worden.

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